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Vernetzter, nachhaltiger Wohnen


13.03.2012
Faubourg bedeutet auf Französisch Vorort. Ein Vorort oder vielmehr ein Quartier der besonderen Art entsteht zurzeit im Südwesten Schlierens: Die französisch-schweizerische Holdinggesellschaft HKA baut dort eine Ökosiedlung mit 98 Wohnungen nach dem sogenannten Ecofaubourgs-Konzept.
 
 
Das Ecofaubourgs-Konzept entwickelte HKS vor rund fünf Jahren entwickelt. Es ist das Resultat eines Forschungsprogramms, an dem sich das Wohnforum der Zürcher ETH sowie die Fachhochschule Luzern beteiligten. Dabei geht es vor allem darum, die Bereiche Wohnen, Freizeit und Mobilität eng miteinander zu verbinden. Deshalb gehören ein Car- und Bikesharing zum neuen Stadtteil, aber auch Familiengärten, Kinderkrippen, Ateliers und Gemeinschaftsräume. Zudem soll ein Quartierscoach die Bewohner begleiten und sie bei der Vernetzung unterstützen. In einem Kontext, der zu Energie- und Ressourcenmanagement zwinge, mache die getrennte Betrachtung der einzelnen Lebensbereiche keinen Sinn, erklärt dazu HKS-Direktor Vidal Benchimol. «Deshalb ist die Konzeption von ökologisch leistungsfähigen Gebäuden mit Gütesiegel zwar notwendig aber nicht ausreichend. Für uns liegt die Lösung eher in der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen und in neuen Formen des Zusammenlebens.»
 
Bereits 2013 soll sich das Ökoquartier mit Leben füllen und bezugsbereit sein. Für die Architektur zeichnet das Büro Metron aus Brugg verantwortlich. Die Schlieremer Ecofaubourg hat nicht nur wegen ihres Konzeptes Pioniercharakter: Laut HKA ist sie das schweizweit erste Quartier, das für Heizung und Warmwasser nur erneuerbare Energien verwendet. (mai)