„Ich lasse meinen ‹Kristall› nicht schleifen“ erklärte Hermann Beyeler im Sommer noch gegenüber der „Neuen Nidwaldner Zeitung“, als die Höhe seines geplanten Hochhauses im Norden von Stans diskutiert wurde. Der Entwurf des Luzerner Büros Rüssli Architekten sieht einen 75 Meter hohen, kristallartigen Bau vor. Hier hätte ein Hotel Platz finden sollen. Doch Hermann Beyelers 150-Millionen-Projekt scheint nicht wie gewünscht zustande zu kommen. Denn die Gemeinde tolerierte bereits damals nur ein Bauwerk mit einer maximalen Höhe von 40 Metern.
Wie in der aktuellen „Neue Nidwaldner Zeitung“ zu lesen ist, sind die Planer Beyelers mittlerweile daran, ein neues Projekt ohne Hochhaus für das Grundstück zu erarbeiten. Einen Turm von 40 Metern baue er nicht, zitiert die „Neue Nidwaldner Zeitung“ Hermann Beyeler. Das Hotel wäre nicht rentabel, und er würde keine Investoren dafür finden. Die Gemeinde will nicht als „Bauverhinderer“ da stehen, wie der Stanser Bauchef Klaus Bissig gegenüber der Zeitung erklärte. Aber als Bewilligungsbehörde trage man Verantwortung für zonenkonformes Bauen und für die Wahrung des Ortsbildes.
Geisterhaus muss weichen
Skurriles Detail: Für das Projekt muss das Joller-Haus abgerissen werden. Es gilt als amtlich verbrieftes Geisterhaus. Der liberale Nidwaldner Nationalrat und Anwalt Melchior Joller und seine Familie sollen sich im Jahr 1862 hier von Geistern heimgesucht gefühlt haben. Unter anderem sollen Fenster zerbrochen, Teller herumgeflogen und Steine auf die Kinder gefallen sein. Mit den Nerven am Ende flüchteten die Jollers nach Zürich. (mai)


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