Zurzeit testet er das Konzept mit seinem Team in einer Klimakammer, in der sich extreme Wetterverhältnisse simulieren lassen. Und dies mit Erfolg: "Die Resultate haben uns überzeugt, dass es möglich ist, mitten in der Wüste viel Eis zu produzieren", erklärt er. Zumal sich der Wasseranteil in der Luft in der Wüste nicht gross von demjenigen in grüneren Gebieten unterscheide.
Umsetzen will Verheggen seine surreale Vision folgendermassen: Die Oberseite eines riesigen, blattähnlichen Gebildes wird mit Solarzellen versehen. Diese liefern den Strom, den es braucht, um die die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Auf der Unterseite des Blattes saugen Kühlkondensatoren die Feuchtigkeit auf und produzieren Eis. Am Anfang werden es nur Eiszapfen sein. Aber Verheggen rechnet damit, dass sie im Lauf der Zeit zu einem Gletscher anwachsen. Bis es soweit ist, bedarf es noch weiterer Tests. Sind diese abgeschlossen, geht es auf Standortsuche. (mai)


