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Wärme aus der Tiefe für 25'000 Haushalte

Bekommt St. Gallen schon bald ein Geothermie-Kraftwerk? Bohrungen im Nordwesten der Stadt sollen klären, ob sich ein solches Projekt umsetzen lässt.
 
Nachdem die seismischen Messungen Anfang April abgeschlossen worden sind, gibt es eine klare Vorstellung über den idealen Standort für die Bohrungen und das Geothermie-Kraftwerks. Er liegt im Sittertobel, im Nordwesten St. Gallens. Treffen die optimistischen Interpretationen der 3-D-Messungen zu, lässt sich in 4500 Metern Tiefe 150 bis 170 Grad heisses Grundwasser finden, das für die Beheizung von 25'000 Wohnungen und für die Stromproduktion genutzt werden kann.
 
Der Standort für das Geothermie-Kraftwerk ist ideal gelegen, in der Nähe der Stadt und ausgedehnter Wohngebiete und neben der bestehenden Kehrichtverbrennungsanlage. Noch im August wird die Zustimmung des St. Galler Stadtparlamentes für einen 159 Millionen Rahmenkredit erwartet und am 28. November wird die Vorlage zur Abstimmung kommen. Die Chancen stehen gut, zumal die Vorlage bei allen Parteien eine breite Unterstützung hat.
 
Trotz ermutigenden Messungen, bleibt ein gewisses Restrisiko. Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtet, hofft die Stadt St. Gallen, dass der Bund im Rahmen einer Bohrrisikogarantie die Hälfte der Kosten für die erste Bohrung übernimmt – für den Fall, das wider Erwarten kein heisses Wasser gefunden würde. (mai)
 
 
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