
Der Gornergletscher erstreckt sich über eine Fläche von 60 Quadratkilometern.
Zwischen Matterhorn, Breithorn, Monte Rosa, Strahl- und Rimpfischhorn liegt die grösste Eisfläche der Walliser Alpen und der zweitgrösste Gletscher der Schweiz: der Gornergletscher. Auch er leidet unter der Klimaerwärmung. Obwohl sein See jährlich ausläuft, sorgte dies 2004 für Aufsehen. Damals war der Abfluss besonders massiv: Innert weniger Tage verlor er 5,7 Millionen Kubikmeter Wasser. Das war mehr als in allen Jahren seit 1951. Vorher- und Nachher-Bilder auf www.swisseduc.ch/glaciers zeigen das dramatische Ausmass des Abflusses. In der Folge wurden der Gornersee und seine "Ausbrüche" genau erforscht. Die dabei gewonnen Erkenntnisse sind wichtig für Schutzmassnahmen. Zumal ein 24 Kilometer langer Stollen das Schmelzwasser direkt ins Speicherbecken des Grande-Dixence-Kraftwerks leitet.
In diesen Tagen gibt der drohende Gletscherabbruch des Giesengletschers im Jungfraumassiv zu reden. Dank der kühlen Temperaturen am vergangenen Wochenende passierte nichts. Der Abbruch der Gletscherzunge sei nur vorläufig ausgeblieben, schrieb die "Berner Zeitung" und zitierte den Chef des Krisenstabes Lauterbrunnen. Laut ihm lässt sich schwer sagen, wie sich das wärmer werdende Wetter auswirkt. Darum wird der Gletscher weiter beobachtet.
Wer sich für Gletscher interessiert, findet auf www.swisseduc.ch/glaciers umfangreiches Material und faszinierende Bilder. Gletscher der Schweiz gehören ebenso dazu wie etwa jene in den Pyrenäen, in Neuseeland oder in den Spitzbergen. Daneben gibt es umfangreiches, www.swisseduc.ch/glaciers teils bebildertes Glossar und Videos. (mai)

