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Der Baustoff, der aus der Küche kam...

Im alten China verwendete man Reissuppe um Mörtel mehr Stabilität zu verleihen. Dies haben chinesische Wissenschafter herausgefunden. Manche jener Bauten stehen noch heute, zum Beispiel die chinesische Mauer.
 
 
Reis nährt nicht nur. Wenn man ihn Mörtel beimischt, macht er diesen besonders stabil. Dies trifft allerdings nur dann zu, wenn es sich um den klebrigen Reis der traditionellen chinesischen Küche handelt. Von diesem Umstand profitierten die Baumeister Chinas vor 1500 Jahren; etwa beim Bau von Gräbern, Pagoden und Stadtmauern. Einige dieser Bauten stehen noch heute, darunter auch Teile der chinesischen Mauer.
 
Forscher der Zheijang University im chinesischen Huangzhou haben den chemischen Mechanismus entschlüsseln können, der hinter dem ausgefallenen Material steckt: Der gelöschte Kalk wurde mit Reissuppe versetzt. Dies habe die Mischung fester und widerstandfähiger gemacht, erklären die Experten. Von Bedeutung sei der Stoff Amyloptecin gewesen, der in der Reissuppe enthalten ist, so die Forscher. Dieser Bestandteil habe dem Mörtel zu seiner Festigkeit verholfen. Nachdem die Wissenschafter ihre Erkenntnisse in der Praxis gestestet hatten, sind sie zu so überzeugenden Ergebnissen gekommen, dass sie empfehlen die Mischung für die Restaurierung alter Bauwerke empfehlen. (mai)
 
 
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Also, ich hab mir ja schon immer gedacht, dass die chinesische Bevölkerung an dieser Mauer noch zu beissen hat ... wie auch immer: Eine interessante Tatsache ist das allemal, wenn Lebensmittel wie Reis auch als Baustoffe verwendet werden können. Allerdings scheint mir das nicht unproblematisch zu sein, wenn man in diesem Zusammenhang an Biotreibstoffe für Verbrennungsmotoren denkt: Wenn quadratkilometerweise Pflanzen angebaut werden, die als Lebensmittel taugen, dann aber als Treibstoff verwendet werden, um das abendländische Ökogewissen zu beruhigen statt denen Zugang zu Nahrung zu gewähren, die sie wirklich bräuchten, dann ist das eben auch zynisch. Derartige ethische Überlegungen sollten eben auch bedacht werden, wenn Lebensmittel verbaut werden. 
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