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Antiker Stadt steht das Wasser bis zum Hals

Die Ruinen der antiken Stadt Allianoi in der Türkei versinken in den Fluten eines Stausees. Nach der Schliessung der Tore eines Staudamms im Westen des Landes habe das Wasser die Ruinen in der Nähe von Pergamon erreicht, meldeten türkische Medien am Montag.
 
 
 
Wissenschaftler und Staudammgegner hatten in den vergangenen Jahren versucht, die Überflutung der Stadt zu verhindern. Ein Anwalt der Staudammgegner, Arif Ali Cangi, wirft den Behörden vor, noch vor Abschluss des Rechtsstreits mit der Flutung begonnen zu haben und damit einen «Mord an der Geschichte» zu begehen.
 
Vor einigen Jahren hatte die Zerstörung der wegen ihrer spektakulären Mosaiken berühmten antiken Stadt Zeugma durch einen Stausee in Südostanatolien für Proteste gesorgt. Auch die uralte Stadt Hasankeyf soll nach den Plänen Ankaras in einem Stausee versinken, der der Stromgewinnung dienen soll. Die Türkei erzeugt rund 20 Prozent ihres Energiebedarfs durch Wasserkraft. Der Stausee bei Allianoi soll allerdings nicht der Energiegewinnung, sondern der Bewässerung von Feldern in der Umgebung dienen. (sda/mh)
 
Allianoi
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