
Für alle Gebäude in der Schweiz soll der selbe Energieausweis gelten.
Die Kantone sind dem Bund zuvorgekommen und haben einen einheitlichen Gebäudeenergieausweis geschaffen. Rolf Büttiker (FDP/SO) erkundigte sich deshalb, ob es wirklich nötig sei, den Kantonen Vorschriften zu machen. Das Verhältnis von Bund und Kantonen sollte nicht unötig strapaziert werden. Umweltminister Moritz Leuenberger wollte die Vorschrift trotzdem erlassen. Zwar seien sich die Kantone derzeit einig. "Aber vielleicht will später ein Kanton ausscheren", gab er zu bedenken. Der Ständerat liess sich überzeugen und stimmte der Teilrevision des Energiegesetzes zu. Das Geschäft kommt nun vor den Nationalrat.
Mit der Revision des Energiesetzes will der Bundesrat mehrere Punkte seines Aktionsplans für mehr Energieeffizienz bei Gebäuden umsetzen. Vorgesehen ist ein stärkeres Engagement der Kantone bei Information und Beratung von Öffentlichkeit und Behörden sowie bei der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Dazu gewährt der Bund den Kantonen Globalbeträge.
Gebäudeenergieausweise geben Aufschluss über die energetische Qualität eines Gebäudes. Analog zur Energieetikette für Elektrogeräte und Autos werden die Gebäude einer von sieben Effizienzklassen zugeteilt. Der Ausweis enthält auch Empfehlungen, wie ein Haus energetisch auf den neusten Stand gebracht werden könnte. (sda)


Sie haben eine Meinung zu diesem Thema? Dann geben Sie jetzt Ihren Kommentar ab. Zum Kommentieren müssen Sie sich einloggen (zur Registrierung).