Das Terminal Basel Nord ist in unmittelbarer Nähe zum Hafen Kleinhüningen geplant, wo es über einen direkten Anschluss an den internationalen Güterverkehrskorridor Rotterdam-Genua und den Rhein verfügt. Mit dem neuen Basler Terminal und dem Gateway bei Dietikon im Limmatttal reagiert die Schweiz auf die Wachstums- und Verlagerungsstrategie der Seehäfen Rotterdam und Antwerpen. Bei ihren Ausbauprojekten hatten sich der holländische und der belgische Hafen verpflichtet, mehr Frachten über die Schiene und die Binnenschifffahrt zu befördern. Dieser Mehrverkehr lässt sich laut den SBB und den Rheinhäfen nur mit dem Terminal Basel Nord bewältigen.
Zuerst die Bahn
Damit das Terminal möglichst rasch den Betrieb aufnehmen kann, schlägt die Studie vor, in zwei Phasen zu bauen. In der ersten Phase wird ein Basisterminal mit einem Gleisanschluss ans Bahnnetz erstellt. So wird erst der Umschlag Schiene-Schiene und Schiene-Strasse aufgebaut. Dies sicherstellen, dass die dringend benötigte Umschlagskapazität im Raum Basel erhöht werden kann. Damit funktioniert das Basisterminal in der ersten Phase bereits für zwei Verkehrsträger und kann bereits 20 Prozent der angestrebten Kapazität abdecken. Die Investitionskosten für das Basisterminal belaufen sich laut SBB und Rheinhäfen auf 35 bis 40 Millionen Franken. – In Phase zwei wird die Anlage im Bahnbereich fertig und vollständig zum Bahnterminal ausgebaut und gleichzeitig an den Rhein angebunden.
Zurzeit werden die Studienergebnisse mit dem Kanton Basel-Stadt und dem Bundesamt für Verkehr geprüft. Vorgesehen ist, im Frühjahr 2012 die Planungsarbeiten für das Basisterminal Basel Nord zu starten und die Plangenehmigung innert Jahresfrist öffentlich aufzulegen. (mai/mgt)
Mehr dazu auch im Artikel „Wo sich Kisten türmen“ vom 25. Januar 2011
