Sparschwein (pictures of money, flickr, CC)
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Vals: Remo Stoffel ist Milliardär – sagt er


16.02.2016

Seit Immobilienunternehmer Remo Stoffel bekanntgegeben hat, dass er in Vals für mehrere hundert Millionen Franken einen Hotelturm samt Park bauen will, fragt man sich, ob er das nötige Kapital denn auch aufbringen kann. Sollte er, denn sein Vermögen beläuft sich auf 1,7 Milliarden Franken, wie der Valser sagt.

Remo Stoffels hochfliegende Pläne für das beschauliche Dörfchen Vals im Bündnerland polarisieren. Einerseits wegen seiner Person – er soll windig geschäften und es mit den Steuern nicht so genau nehmen –, andererseits aber auch wegen seines Projekts. Bekanntlich plant er für 360 Millionen Franken einen rund 380 Meter hohen Hotelturm namens „Femme de Vals“ aus der Feder des amerikanischen Top-Architekten Thom Mayne sowie einen von Stararchitekt Tadao Ando entworfenen Park. Wie er in einem Gespräch mit der „Nordwestschweiz“ sagte, habe er bereits 60 Millionen Franken in das bestehende Hotel investiert. Weitere 40 sollen dieses und nächstes Jahr folgen.

Aber kann er den Turm dereinst auch tatsächlich bezahlen – vorausgesetzt, die Valser stimmen dem Projekt in rund einem Jahr überhaupt zu? Offenbar schon, denn sein Vermögen beläuft sich laut eigenen Angaben auf 1,7 Milliarden Franken. Sein Geld stecke in einem Unternehmen namens Priora. „Es gehört mir. Es gibt keine weiteren Investoren. Die Priora steht auf drei Säulen“, so der ehemalige Bankstift gegenüber der Zeitung.

Im Dienstleistungsbereich baut die Firma als Generalunternehmerin Wohn- und Geschäftsimmobilien und unterhält Immobilien für Dritte. Der Umsatz betrug 2014 rund 600 Millionen Franken, wie aus dem aktuellsten Geschäftsbericht zu entnehmen ist. „Die Priora-Töchter im Dienstleistungsbereich sind schuldenfrei.“

Den Immobilienbereich führt Remo Stoffel selbst. Ende 2014 hielt er 22 Wohn- und 33 Geschäftsliegenschaften, darunter den ehemaligen Swissair-Hauptsitz am Flughafen Zürich. Wie der Unternehmer im Gespräch verlauten lässt, wird der Sitz derzeit um drei Stockwerke erhöht. Der Marktwert von Stoffels Liegenschaften belief sich laut Geschäftsbericht 2014 auf 800 Millionen Franken. Es gebe keine Belehnung der Immobilien. Man sei solide und konservativ finanziert, so Stoffel. Mieteinnahmen von 52 Millionen Franken sind eingenommen worden, der Gewinn 2014 wird auf 60 Millionen Franken geschätzt.

Die Priora verfügt auch über ein Wertschriftenportfolio. Hier wird ein Teil der Mieteinnahmen investiert. Laut Stoffel haben seine Aktien einen Wert von 750 Millionen Franken.

Der Unternehmer schätzt den Wert seiner Firma so ein: „Für eine Milliarden Franken würde ich dieses Unternehmen nicht hergeben. Es ist ein gesund genährtes Säuli.“ (pd/mt)

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