Symbolbild, Strommast (garritron, Flickr, CC)
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SBV sagt Nein zur Energiestrategie 2050


17.02.2017

Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) lehnt die Energiestrategie 2050 ab und empfiehlt den Stimmberechtigten, am 21. Mai die Revision des Energiegesetzes abzulehnen. Der SBV befürwortet zwar das Ziel für mehr Energieeffizienz. Die vom Bundesrat und Parlament aufgegleiste Strategie führe aber in die falsche Richtung.

Die Baumeister erachten insbesondere den massiven Ausbau der Subventionssysteme, wie der kostendeckenden Einspeisevergütung als stossend. Damit übe der Bund weiter Druck auf den Strompreis aus. Und darunter leidet wiederum laut SBV die Wasserkraft, die für die Schweiz mit Abstand wichtigste Quelle erneuerbarer Energie sei. Zudem entstünden den Steuerzahlern massive Mehrkosten. Der SBV verweist auf Berechnungen, die von bis zu 150 Milliarden Franken bis 2050 ausgehen.

„Die Reduktionsziele der Energiestrategie für den Energieverbrauch bis 2035 sind illusorisch und basieren auf spekulativen Annahmen über die technologische Entwicklung“, ist weiter im Communiqué zu lesen. Der geplante Ausbau erneuerbarer Energien von heute rund 2,8 Terrawatt auf 11,4 Terrawatt im selben Zeitraum sei unrealistisch. Selbst wenn er erreicht würde, entstünde eine schwerwiegende Versorgungslücke, sobald die Kernkraftwerke der Schweiz abgeschaltet würden. Der SBV befürchtet, dass die Lücke mit ausländischem Strom gedeckt werden müsste, der zu einem grossen Teil aus Kohle-, Gas- oder Kernenergie besteht. (mai/mgt)