Hauptsitz IOC (jack_of_hearts398, Flickr, CC)
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IOC-Hauptsitz: Es gibt ein Leben nach dem Abriss


18.02.2016

Demnächst wird Lausannes IOC-Hauptsitz abgebrochen und mit einem Neubau ersetzt. Teile davon sollen wieder verwertet werden – zum Beispiel als Strassenlampe oder Tribünenüberdachung an der Jugendolympiade 2020. Das schlagen Studenten der EPFL vor.

Zwar wird der Hauptsitz des olympischen Komitees in Lausanne mit einem elegant geschwungenen Komplex aus der Feder des dänischen Büros 3XN ersetzt. Geht es aber nach Studenten der  ETH Lausanne (EPFL) sollen zumindest Teile des Glasbaus nicht ganz verschwinden. Sie klären im Rahmen einer Studie ab, welche Teile sich im Zusammenhang mit dem Bau des olympischen Dorfs  für die 2020 in Lausanne stattfindende Jugendolympiade wieder verwerten lassen. Auch was das Olympische Dorf selbst anbelangt, wollen sie herausfinden, wie man damit umgehen kann, wenn der Anlass vorbei ist. Wie die EPFL mitteilt haben die Studenten in diesen Tagen einen ersten Augenschein vom  IOC-Hauptsitz genommen.  

„Es ist toll, sich mit der Zukunft eines derart symbolträchtigen Gebäudes auseinandersetzen zu können“, sagt Architekturstudentin Marie Benaboud. Sie will Teile des Treppenhauses für eine Skulptur verwenden. Derweil plant Kollege Basile Diem die Pfähle der Fassade für Strassenlampen und Tribünenüberdachungen einzusetzen.  „Wir wollten das Thema Wiederverwertung ins Gespräch bringen“ erklärt Valentino Vittaca von der Abteilung für elementare Baulehre und typologische Studien der EPFL. „Und wir wollen zu kreativen Lösungen animieren, die Kunst und Funktionalität miteinander verbinden – zwei Bereiche, die normalerweise keine Berührungspunkte haben.“ (mai)